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MH-60 G Pave Hawk Drucken E-Mail

Modellbeschreibung

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Mein Einstieg in den Elekro-Heli-Flug beginnt mit dem Robbe Spirit M8, den ich nach Inspriation und "Anleitung" aus der ROTOR Zeitschrift vom April 06 (und Mircos Hilfestellung im Forum rc-heli-fan.org) in ein Standmodell der MH-60 G Pave Hawk bauen möchte. Schon vor ca. fünf Jahren schaute ich mich nach einem Rumpf der UH-60 Black Hawk um. Doch scheute ich den Aufwand einen grossen Scale-Heli zu bauen, zumal meine Agusta A 109-K2 noch immer auf die Fertigstellung wartet...

Eine Mechanik in ein Standmodell einzubauen, reizt mich besonders, da dies unheimlich echt ausschaut (ich wusste gar nicht, dass es sowas im Masstab 1:18 überhaupt gibt).

Baubeschreibung

Nach ca. zwei Stunden hatte ich das Modell komplett zurlegt. Um an die Schrauben heranzukommen, hatte ich die Abdeckplättchen angebohrt, eine kleine Schraube reingedreht und mit der Zange herausgezogen. Mit einer Dremel-Trennscheibe habe ich die Decken-Scheibe in der Mitte zertrennt und mit einem kleinen Schraubenzieher habe ich die Frontscheibe von der rechten Rumpfhälfte vorsichtig getrennt. Zwar ist hinter dem rechten Triebwerk-Auslass ein Schrauben-Kanal, aber der war leer (versteckt hinter der kleinen ca. 5mm schmalen, nur gesteckten Abdeckung). Das Trennen der Hälften war wegen der verleimten Nähte nicht immer ganz einfach und der Rumpf riss teilsweise an der falschen Stelle.

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Zerlegte vier Rumpf-Teile 

Mit dem Dremel habe ich sämtliche nicht benötigten Innereien ausgeschlachtet. Dabei haben mir Mircos Bilder im Forum rc-heli-fan.org sehr geholfen die überflüssigen Querstreben zu bestimmen.

Damit die Hälften nachher gut aufeinander passen, habe ich mit Sperrholz eine Halterung gebaut, damit die Leimverbindung zwischen den Heckausleger-Hälften gut aushärten konnten. Die Nahtstellen habe ich mit Epoxid-Harz verleimt und zusätlich mit einem Streifen GFK überdeckt.

 
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ausgeschlachtete Rumpfhälften am Austrocknen der Leimstellen

Der Spirit ist, kaum eingeflogen, schon wieder zerlegt um eingebaut zu werden. Zuvor habe ich den Rumpf noch etwas mehr ausgemistet um Gewicht zu sparen und auch Platz für die Accus zu erhalten.

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Robbe Spirit M8 beim Jungfernflug

Mit 3mm Sperrholz und Fichten-Kantholz habe ich nach Mircos Muster die Mechanik-Halterung gefertigt. Dabei ist die Rotorwelle "vorbildgetreu" um ca. 2° nach vorn geneigt, wobei (theoretisch) das Hauptfahrwerk beim Start und der Landung nochimmer der tiefste Punkt sein sollte. 
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Die zwei Flugakkus (Lipoly 3s1p mit je 2'200mAh) werden parallel geschaltet, wobei je einer pro Halbschale in der Spitze des Rumpfes Platz findet. Die Flugakkus sind mit Klett an einer Sperrholz-Platte doppelt befestigt. Wahrscheinlich werde ich die Akkus leider nicht durch die Türen auf dem Flugfeld wechseln können und muss die Akkus im eingebauten Zustand laden (sind die nicht brennbaren Lipolys von Robbe :-).

Der 1'300mAh NiCd Empfänger-Akku wiegt 130g und ich bin noch nicht sicher, ob ich das mitschleppen lassen will. BEC funktioniert ja prächtig.

 
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Der profisorische Empfänger-Akku ist Hukepack auf dem einen Lipo fixiert.

Um möglichst das unvermeidliche Gewicht in den vorderen Bereich zu bringen, aber dabei die störempfindlichen Komponenten Empfänger und Gyro nicht zu nahe an den Regler zu bringen, habe ich beide Komponenten auf dem Original-Halter des Spirits befestigt. Normalerweise wird diese Platte mittels dem Heckrohrhaltestücks gesichert. Da dieses Teil nicht verbaut ist, wird die Platte mittels eines Kabelbinders fixiert.

Das Heckservo habe ich an die Mechanik-Halterung befestigt. Dabei ist das Servo an zwei Kanthölzer geschraubt, welche ihrerseits verleimt und verschraubt sind. Das Mechanikseitige Ende des 0.8mm Bowdenzugs wird mittels eines dazu passenden Gestängeanschluss am Servo-Arm befestigt.

 
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Das Heckgetriebe habe ich ins Heck eingepasst. Das Getriebe werde ich noch gut fixieren und verstreben. Dies ist zwingend notwenidig, da mit dem zu erwartenden Startgewicht von etwas über 2kg erhebliche Kräfte auf den Heckausleger einwirken werden. Der Bowdenzug läuft (noch) sehr reibungsarm, solange er nur in einer Dimension gekrümt ist. Aus diesem Grund ist auch das Heckservo entsprechend in der Rumpfmitte montiert. Ich muss nun dafür sorgen, dass ich dem Bowdenzug mit der noch nicht eingebauten Flexwelle nicht in die Quere komme, bzw. die Leichtgänigkeit nicht verliere. Dabei werde ich noch Auflagepunkte, sowohl für den Bowdenzug wie auch die Flexwelle, erstellen.

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Provisorisch eingesetztes Heckgetriebe und Bowdenzug zur Heck-Pitch-Verstellung

Herr Gundert lieferte mir den Hinweis, wie ich das 3.1mm dicke Teflonrohr in das ebenfalls 3.1mm innendurchmessrige Alurohr bringe (selbst wäre ich da nie darauf gekommen). Ich habe in ein Stahlblech ein 3mm Loch gebohrt und das Teflonrohr da durchgezogen wodurch das Teflonrohr dünner wurde und so eingeführt werden konnte. Den Bowdenzug und das Alurohr konnte ich so verlegen, dass beides reibungsarm läuft. Ich habe den Heckantrieb getestet und die Sache läuft ohne Vibrationen auch bei hohen Drehzahlen. Ich hoffe das System verhält sich dann mit Rotorblättern ebenfalls so problemlos.

Links oberhalb der Mechanik im rechten "Triebwerk" habe ich den Multi-Micro-Beep am Rumpf montiert. Die Antenne verläuft an der rechten Rumpfschale ins Heck und wieder zurück, bevor sie mit den letzten ca.15cm unten heraushängt. Die Durchführung habe ich mit einem runden Servo-Gummi bestückt.

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Erfolgreicher Testlauf. Zu meiner Sicherheit habe ich die Heckrotorblätter entfernt.

Der Multi-Micro-Beep ist sauber hinter der abnehmbaren Triebwerksabdeckung versteckt und kann seinen Schall im Bedarfsfall ungehindert ins freie abgeben. Ich habe in sämtlichen Modellen einen solchen Beeper eingebaut, da an unseren Modellflugplatz oft Mais- und Getreidefelder angrenzen. Den Beeper habe ich am Kanal 9 angeschlossen und er wird im Bedarfsfall über einen Schalter am Sender aktiviert.

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der Beeper von aussen betrachtet. Durch die aufsteckbare Abdeckung (hier nicht montiert) wird er optisch verdeckt

Es ist meine Pave Hawk fertig. Das Abfluggewicht ist mit 2'390g doch sehr hoch ausgefallen, obwohl ich lediglich 60g Blei in der Nase mitfliege. Es fehlen nur noch die CFK Heckrotor-Blätter (Lieferschwierigkeiten) und dann steht dem Erstflug nichts mehr im Wege. Das heisst natürlich braucht's noch einen windstillen schönen Samstag....
 
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... der windstille Samstag kam am 25.11.06. der Flug dauerte 4 Minuten bevor der Regler auf ca. 3m Höhe "zu" machte. Hari - mein Test-Pilot - konnte den Heli noch schön grade runterbringen, jedoch wegen der fehlenden Rotorenergie nicht ganz abbremsen. Lediglich die Paddelstange erhielt einen Schlag, da sie in den Triebwerksauslass einschlug. Anfänglich dachte ich an den Lipo-Schutz der angesprochen hatte. Jedoch konnte ich pro Akku lediglich ca. 800mAh laden und die Spannung war auch noch weit über 10V. Leider habe ich nicht die Regler-LED beobachtet. So bleiben nun die beiden Varianten, dass der Maximalstrom eine gewisse Zeit überschritten wurde, oder die Reglertemperatur zu hoch wurde. Hmmmm... ich werde dies wohl oder übel noch mals in sicheren 10cm höhe :-) ausprobieren müssen, bzw. Überlegungen anstellen, wie ich die Beslastung reduzieren kann (Drehzahl, Kühlung).
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Die einzigen Vibrationen waren an den Zusatztanks. Die geschraubte Abdeckplatte, an der die Zusatztanks angesteckt sind, habe ich mit der Halterung verleimt und ebenso habe ich die Zusatztanks nun mit der Halterung verleimt., wodurch die Vibrationen weg oder zumindest viel geringer sein sollten.

Damit künftig die Paddel nicht mehr in die Triebwerks-Auslässe einschlagen können, habe ich über die Paddelwippe auf jeder Seite ein Stück Treibstoffschlauch gesteckt und eine aufgebohrte M2 Mutter auf die Paddelstange zwischen Wippe und Paddel-Ansteuerung geschoben, damit die Schlauchstücke nicht durch die Fliehkräfte nach aussen gedrückt werden können. Durch den Schlauch kann die Paddelstange nicht mehr den vollen Weg machen. Der verlorene Auschlag würde jedoch den erst beim 3D-Fliegen beeinflussen :-)

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Inzwischen habe ich dem Regler einen Kühler und 5V Lüfter spendiert. Somit sollte auch im Sommer keine unangenehmen Temperaturen erreicht werden. Der Luftstrom zieht von oben nach unten und unterhalb des Reglers habe ich ein ca. 1.5 cm grosses Loch im Rumpf spendiert.
 

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Lüfter Huckepack auf dem Kühl-Blech

Da ich ja auch nicht so sicher war, ob wohl der Maximal-Strom des Reglers überschritten wurde, habe ich mir einen Watts Up zugelegt und so montiert, dass ich nach der Landung bequem durch die Frontscheibe die Maximalwerte und verbrauchte Kapazität ablesen kann. So stellte ich letzten Samstag einen maximalen Strom von 36A fest.

Irgendwie brachte ich die Kopfdrehzahl nicht über 1750 U/min hin. Ich werde mich nun mal hinter die Spezifikation des Motors machen und meine Übersetzung entsprechend wählen um das optimale Drehmoment usw. ausnutzen zu können und dabei auch die Kopfdrehzahl noch etwas höher einstellen zu können.

Einfach unglaublich: die einzigen Vibrationen sind noch kaum mehr sichtbar an den Aussentanks. Sonst ist der Heli ohne jegliche Umwucht oder unangenehme Geräusche.

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Watts Up statt Blei im Cockpit

Technische Daten

Rumpfhersteller:Elit Force. Pave Hawk MH-60 (gekauft bei www.warbirdmodelle.de)
Mechanik:Robbe Spirit M8 (gekauft bei www.deheli.ch)
Rotordurchmesser:865mm
Rumpflänge:810mm
Rumpfbreite:ohne Zusatztanks = 180mm; mit Zusatztanks = 340mm
Höhe: 
Gewicht flugbereit:2'390g
Antrieb:Twist 37
Flugakku:zwei Robbe Lipoly-Accu 3S1P mit je 2200mAh parallel geschalten
Rotorblätter:GFK 385mm
Heckrotorblätter:MS Composit CFC Blades 80mm/4/2 gekauft bei www.e-helishop.ch
Heckrotor-Antrieb

Yamaha Flexwelle NK6-H3550-00-01 (musste ich bei einem Yamaha-Mechaniker in Deutschland (www.mc-dreispitz.de) bestellen, da dieses Rollermodell in der Schweiz nicht existiert und auch keine entsprechenden Teile bestellt werden können...) 
Die Flexwelle wird in einem Teflon-Rohr mit 2.7*3.1mm Durchmesser geführt, welches wiederum in einem 4*3.1mm dicken Alu-Rohr steckt. Beide Rohre habe ich bei 
www.gundert.de gekauft.

Flugelektronik 
- Empfänger:

Futaba R-149DP-3

- Empfänger-Akku:BEC
- Taumelscheiben-Ansteuerung:Trilink (HR3) mit drei Nick-/Roll-Servo Futaba FS501BB
- Drehzahlsteller:Kontronik Jazz 40-6-18
- Heck-Ansteuerung:Heck-Servo Futaba FS501BB
- Hochachsenstabilisierung:Heading-Hold Gyro Kreisel Futaba GY401
 - Warn&Suchpiepser

ACT Multi-Micro-Beep

 - Messelektronik

Watt's UP Powerchekcker V2 der Firma www.kd-modelltechnik.de

Aktualisiert ( Dienstag, 19. Februar 2008 um 19:22 )